Politische Kampagne – Ständerat & Grosser Rat GE CVP Genf

PDC Genève

AMBITION

Seit 1993 verliert die CVP Schwung und Wähler: Die Zahl ihrer Sitze im Grossen Rat ist von 14 auf 11 gesunken. Eine Image-Analyse zeigte, dass die Partei über ein grosses, nicht ausgeschöpftes Potenzial an Wählern verfügt – Wähler, die von ihren Ideen her der CVP nahestehen, diese jedoch nicht als die Ideen der CVP wahrnehmen.

Deshalb bestand denn das Ziel auch darin, diesen Abwärtstrend umzukehren und Wählerstimmen zurückzugewinnen. Dies sollte über eine Kampagne geschehen, über die gesprochen wird und die auf einer starken und tragenden Strategie basiert, um so eine höchstmögliche Visibilität der CVP, ihres Programms und ihrer Kandidat/innen zu erzielen. Unser Ziel war es, einen wirksamen, inspirierenden Kommunikationsplan zu schaffen, der Luc Barthassat und Serge Dal Busco die besten Chancen verlieh, in den Ständerat gewählt zu werden. Überdies sollten 46 weitere Kandidat/innen der CVP-Liste erfolgreich für den Grossen Rat kandidieren.

Eine Besonderheit der politischen Landschaft ist es, dass bei Wahlen immer wieder eine Vielzahl von mehr oder weniger standardisierten Kommunikationskampagnen entsteht. Es gibt viele Erfordernisse und Beschränkungen, die bei der Schaffung einer Kampagne berücksichtigt werden müssen, die nicht nur das Interesse der Bürger wecken, sondern den Ideen, die eine Partei vertritt, die nötige Schlagkraft verleihen soll. Interne Gewohnheiten brechen, von ausgetretenen Pfaden abweichen, überraschen – dies war unser Leitmotiv für diese Kampagne.

ACTION

Wir entwickelten ein gewagtes Konzept in der Form einer «Wahrheits-Kampagne». Die Kandidat/innen wurden so dargestellt, wie sie eben sind, ohne Schnörkel, Schminke oder Weichzeichnung − als Kontrast zu all den amerikanischen Angebern, die mit ihrem übertrieben strahlenden, arroganten und gekünstelten Lächeln niemanden mehr zu überzeugen vermögen.

Unsere Ziele:

  • Sich aufs Wesentliche konzentrieren: Ehrlichkeit, Natürlichkeit, Menschlich-Sein
  • Die Führungsqualität, Seriosität und Intelligenz der Kandidat/innen in den Vordergrund rücken

Ein ausgefeiltes Design

  • Keine Farben, keine Falschheit.
    Wir wählten Schwarz-Weiss-Porträts, die die ungeschminkte und tatsächliche Wirkung der Kandidat/innen unterstrichen – eine gewagte Entscheidung, die es jedoch erlaubte, die persönlichen und absolut menschlichen Züge jeder Persönlichkeit einzufangen, und die es auch ermöglichte, die Überzeugungskraft derer, die sich für die Geschicke von Genf einsetzen wollten, zu betonen.
  • Dem falschen und verbrauchten Image der Partei (lasch und ohne Grösse) widersprechen.
    Wir entschieden uns dafür, die Kandidat/innen als entschlossen, mit einer gewissen Eleganz und klarer Führungskraft darzustellen. Zu diesem Zweck wurde ein nüchternes, klassisches Design mit kompromissloser Ästhetik entwickelt.
  • Keine traditionellen Gruppenfotos, wo die Gesichter diffus ineinander verschmelzen, um am Ende nicht mehr erkannt zu werden.
    Jeder Kandidat, jede Kandidatin, jede Persönlichkeit erhielt ihren Platz.
  • Keine gewöhnlichen und uninteressanten Darstellungen.
    Kompromisse sind reizlos. Deshalb beschlossen wir, ein Wagnis einzugehen, betroffen zu machen, zu gefallen oder eben nicht zu gefallen.

Nähe zu den Gemeinden

Der Kanton Genf besteht nicht nur aus der Stadt Genf, dies wollten wir konkret darstellen.

  • Gemeinde-Badges (34 verschiedene Modelle)
  • Ein klarer Medienplan, der sich an die nähere Umgebung richtet (die Kandidat/innen waren in ihren eigenen Gemeinden sichtbar)
  • Nützliche und schöne Werbegeschenke mit klarem, nüchternem Design

Website (Konzept und Design)

  • Ein edles Design
  • Ein Programm, das die Themen und Vorschläge klar hervorhebt
  • Ein klar definierter Raum für jeden Kandidaten und jede Kandidatin
  • Eine hohe Benutzerfreundlichkeit (Navigation, Endlos-Scrolling, Buttons usw.)

Facebook

  • Schaffung einer Facebook-Seite (4075 Fans in 5 Monaten)
  • Strategie zur Gewinnung von Fans und zur Betreuung der Seite
  • Konzepte für Memen
  • Infografiken

Publicité

  • SEM
  • Facebook

Youtube 

  • Schaffung von sechs Videos: Drei für Serge Dal Busco und drei für Luc Barthassat
  • Über 34’700 Aufrufe (am Tag nach dem 1. Wahlgang)
  • Über 5700 Aufrufe im Durchschnitt pro Video (am Tag nach dem 1. Wahlgang)

IMPACT

  • Ständerat(1. Wahlgang)
    Serge Dal Busco erzielte den sehr schönen dritten Platz hinter Pierre Maudet und François Longchamp, mit einem Total von 35’309 der abgegebenen Stimmen. Luc Barthassat folgte auf dem 4. Platz mit einem sehr guten Ergebnis von 33’863 Stimmen. Die beiden CVP-Kandidaten bestätigten ihre ausgezeichneten Platzierungen im zweiten Wahlgang und wurden definitiv gewählt. Die Partei gewann so einen zusätzlichen Regierungssitz.
  • Der Grosse Rat
    Die CVP behält ihre 11 Sitze und kann so nicht nur den Rückgang der vergangenen Jahre aufhalten, sondern sogar 0,69 Prozent der Stimmen dazugewinnen.

Die Kommunikationskampagne machte die CVP zum Gesprächsthema auf Facebook, in den Zeitungen «Le Matin» und «Tribune de Genève» sowie in vielen Blogs.

Die Kandidat/innen für den Ständerat und den Grossen Rat konnten die Genfer Bevölkerung mit ihren Persönlichkeiten, ihrem Charisma und vor allem ihren Ideen für sich gewinnen.

Credits

Strategy Olivier Kennedy
Campaign Manager Emilie Saucy
Photography Stéphane Gros