Branding A-Z

Wir leben in einer Welt der Marken. Wir sehen sie jeden Tag. Wir essen Marken, wir tragen Marken, wir benutzen Marken, wir riechen Marken sogar. Aber was genau ist eine Marke? Warum ist sie wichtig? Wie kann man eine aufbauen? Auf dieser Seite erfahren Sie alles zum Thema.

Was ist eigentlich Branding?

Dem englischen Google-Wörterbuch zufolge ist Branding „der Akt, jemanden mit einem Brandeisen zu markieren“. Was in diesem Zusammenhang auf den ersten Blick etwas verwirrend klingt, ist eigentlich nicht weit davon entfernt, worum es beim Branding in der Marketingwelt geht. 

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Auf eine viel weniger schmerzhafte, aber dafür mindestens genauso effektive Weise, wie der Bauer seine Kühe markiert, um sie identifizieren zu können, versucht ein Marketingexperte, seine Produkte von denen seiner Konkurrenten abzuheben. 

Dies erreichen Sie, indem  Sie die Attribute und Merkmale kommunizieren, die einem Konsumenten in den Sinn kommen sollten, wenn der Name Ihres Unternehmens oder Produkts genannt wird.

Im Wesentlichen versuchen Sie im Prozess des Brandings, die Idee und Kernwerte ihres Unternehmens in den Köpfen der Menschen zu „markieren“. Wie sollte Ihr Unternehmen definiert werden? Welche Eigenschaften soll ein Kunde nennen, wenn er über Ihre Marke spricht? Was macht Sie einzigartig?

Wer war zuerst: Branding oder Marketing?

Bevor wir tiefer in das Thema eintauchen und die Welt des Brandings näher untersuchen, gibt es noch eine letzte konzeptionelle Unklarheit zu klären: Wie hängen Branding und Marketing zusammen? Ist Branding ausschließlich das Ergebnis Ihrer Marketingaktivitäten? Hätten Sie eine Marke, wenn Sie sie nicht selbst definieren würden? 

Nun, die Leute würden Ihre Marke basierend auf ihren Ansichten und Meinungen über das Produkt „erdenken“. Aber dann wären Sie nicht in der Lage, diese Marke und die Werte, welche sie vertritt, zu definieren. Und würden eine fremde Stimme entscheiden lassen, wie Sie wahrgenommen werden sollen. Wollen Sie das wirklich?

Hinzu kommt, dass Kunden nicht wirklich schnell ihre Einstellung zu einer Marke ändern, sobald sie sich einmal eine gemacht haben. Das kann Ihnen in die Hände spielen, falls Sie es vermasselt haben und die Qualität Ihres Produkts oder Ihrer Dienstleistung sinkt, während Sie von Ihren Kunden immer noch als High-Class-Player angesehen werden. Aber auf der anderen Seite sind Konsumenten auch langsam darin, Verbesserungen zu erkennen und ihre Meinung über Sie zu verbessern. Allerspätestens hier müssen Sie eingreifen und die Kontrolle über die Situation wiedererlangen. 

Im Gegensatz zur Huhn- oder Ei- Debatte, bei der das Ergebnis unklar bleibt, können wir hier eindeutig zum Schluss kommen, dass das Branding zuerst war. Es bildet nämlich die Grundlage für alle zukünftigen Marketingaktivitäten eines Unternehmens. Es definiert, welche Werte, welche Zielgruppe und welches Design Sie wählen sollen.

Jetzt sollten Sie bereit sein, Ihr Branding mit kritischen Augen zu betrachten. Finden Sie seine Schwachstellen, heben Sie seine Stärken hervor. Stellen Sie sicher, dass Sie sein maximales finanzielles, Ruf beeinflussendes  und psychologisches Potenzial ausschöpfen!  

Und vor allem: Übernehmen Sie Verantwortung dafür, was die Leute von Ihnen denken. Lassen Sie sich nicht von ihnen definieren.  

 

Warum ist Markenbildung wichtig?

Ihre Marke ist ein immaterieller, aber dennoch entscheidender Vermögenswert Ihres Unternehmens. Sie hat einen grossen Einfluss auf viele Bereiche Ihres Unternehmens,  indem sie Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung eine Identität verleiht.

Als Erstes hat sie eine finanzielle Auswirkung, denn eine renommierte Marke ermöglicht es Ihnen, den Preis Ihres Produktes oder Ihrer Dienstleistung höher anzusetzen. Des weiteren hat sie auch Auswirkungen auf die Kunden. Denn eine Marke hilft, Präferenzen zu schaffen. Und auch  die Auswirkungen auf den Markt sind nicht zu vergessen: Wenn sich Ihr Produkt viel verkauft, kann es zum Kategorieführer werden und noch lässt sich dann noch besser verkaufen.

In der Psychologie des Kunden hat eine Marke viele Vorteile:

  1. Bekanntheit: Ihr Produkt ist leicht zu erkennen.
  2. Vertrauen: Die Marke fungiert als Qualitätsmerkmal.
  3. Risikominimierung: Es ist eine beliebte Marke, also muss sie gut sein.
  4. Vereinfachung der Wahl: Wenn Sie mit vielen Entscheidungen konfrontiert werden, werden sich die Kunden für das entscheiden, was sie wissen oder erkennen.

In den nächsten drei Abschnitten stelle ich Ihnen eine Reihe von Artikeln vor, die Ihnen weiterhelfen können, sich erfolgreich durch die komplexe Welt der Marken und des Brandings zu navigieren.

Wie gehen Sie den Branding-Prozess an?

Wir leben in einem herausfordernden Zeitalter. Neue Trends. Schnelles Tempo. 

Das betrifft auch Marken. Manchmal ist Ihre Marke veraltet und Sie müssen sie überarbeiten. Wenn Sie sich einem Branding- oder Rebranding-Projekt stellen, gibt es 4 Schritte, die Sie befolgen müssen, um schnell und stabil ans Ziel zu kommen:

  1. Identität & Positionierung 
  2. Visuelles Universum & Tone of voice
  3. Ableitung
  4. Change Management

Unser ausführlicher Artikel führt Sie durch diese vier Schritte. Als Extra-Pluspunkt  beinhaltet er eine kostenlose Checkliste, mit deren Hilfe Sie den aktuellen Zustand Ihrer Marke evaluieren können.

Lesen: 4 Schritte zur erfolgreichen Lösung von Branding- oder Rebranding-Problemen

Branding im Zeitalter der Online-Kommunikation

Die Welt hat sich verändert, und das Marketing muss sich anpassen. Heute sind sich die Konsumenten den meisten alten Marketing-Taktiken mehr oder weniger bewusst. Wie können Sie also relevant bleiben? Wie kann Ihre Marke die Aufmerksamkeit und das Interesse Ihrer Zielgruppe in einem Kontext, in dem traditionelle Marketingmaßnahmen belächelt werden, wecken?

In diesem ausführlichen Artikel gehen wir eine Handvoll Branding-Ansätze, von Blanding bis Love Brands, durch. Wir stellen auch unseren eigenen Ansatz vor, der sich ‘Superhero Branding’ nennt. Pluspunkt hier: Dieser Artikel enthält einen kostenlosen Test, um Ihnen zu zeigen, ob Ihre Marke für das Zeitalter der Online-Kommunikation gerüstet ist.

Lesen: Ist Ihre Marke bereit für Digital Natives?

Die Geschichte mit den Logos

Damit das klar ist: Eine Marke ist viel mehr als ein Logo. Dennoch ist ein Logo ein sehr wichtiger Bestandteil, denn es ist das erste visuelle Element einer Marke, das jemand zu sehen bekommt.  Deshalb: Ja, ein Logo kann viel über Ihr Unternehmen aussagen.

Ein Grund mehr also, es mit Bedacht zu wählen. In diesem ausführlichen Artikel zeigen wir Ihnen einige professionelle Logostile, und erklären, warum Sie diese NICHT für Ihre eigene Marke verwenden sollten.  Befolgen Sie unsere Ratschläge, um beim Logodesign nicht ins Fettnäpfchen zu treten.

Lesen: Logos, die du nie wählen darfst